Die Geschichte des Gürtels

Die Geschichte des Gürtels

Nov 27 • Allgemein, Fashion • 7 Views • Comments Off

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Heute möchte ich mal zu einem Kleidungsstück kommen das, auch von mir, meist schwer vernachlässigt wird. Und das obwohl fast jeder ihn im Schrank hat: dem Gürtel. Doch so viel weiß man über den praktischen Helfer nicht. Hier also eine kleine Geschichtsstunde über ein Riemen ohne den so einige Hosen ganz schön rutschen würden.

Schwer vorstellbar, aber der gute alte Gürtel war einst ein Statussymbol der Reichen. Den unteren Bevölkerungsschichten wurde dieser Luxus vorenthalten, so dass ihnen nur die Möglichkeit blieb, sich mit Stricken und Seilen auszuhelfen.

Aus der Bronzezeit stammend fand man Gürtel aus Metallgliedern und Kettenschnüren. Damals bestand der Verschluss lediglich aus einem einfachen Gürtelhaken. Die klassische Gürtelschnalle entwickelte sich erst in der römischen Zeit.

Im Mittelalter galt der Gürtel dann als Symbol für Kraft, Herrschaft und Treue, wobei Adlige ihn auch als Wehrgehänge zur Schwertaufnahme nutzten. Diese Gürtel waren in der Regel aus Leder, Brokat, Samt, Seide oder anderen kostbaren Stoffen gefertigt. Verziert wurden sie mit Goldschmuck, Edelsteinen oder Stickereien.

Doch auch die Länge der Gürtel variierte im Laufe der Zeit. So waren die Gürtel im 12. Jahrhundert zum Teil so lang, dass sie locker 2x um den Leib gewickelt werden konnten .

Eine zeitlang verschwand der Gürtel sogar gänzlich aus unserem Blickfeld und verbarg sich unter den Rockschürzen. Erst kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Gürtel zurück in die Garderobe aufgenommen. Als praktischer Ersatz für Hosenträger machte die Herrenwelt ihn in der Mode populär.

Von den Männerhosen war es dann nur noch ein kurzer Weg zur Weltherrschaft und so auch in meinen Kleiderschrank.

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